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Donnerstag, 06.09.2018
Stadtlauf Bergisch Gladbach
Seit ein paar Minuten ist es unumstößliche Realität. Ich werde in diesem Jahr nicht am Stadtlauf in Bergisch Gladbach teilnehmen. Der Grund dafür ist mit einer Weltreise natürlich besser als mit einer Verletzung, aber trotzdem geht eine Serie von 17 Teilnahmen in Folge zu Ende... Vor zehn Minuten ging der letzte Flug von Da Nang los, der mich noch rechtzeitig zum Flughafen Köln/Bonn gebracht hätte, um bei Startschuss in Bergisch Gladbach zu stehen. Gut, das Reisebudget hätte unter den Flugkosten schon ein wenig gelitten, aber vielleicht wäre es das wert gewesen...
Jetzt sitze ich in Hue in Vietnam und werden morgen, wenn der Startschuss fällt wohl schon schlafen, weil dann bei uns schon übermorgen ist. Alles ein wenig verwirrend, aber jetzt ist es so. Ich gehe morgen einfach eine kleine Runde in Hue laufen, wenn es nicht zu warm ist. Heute waren es 37 Grad, die wird es morgen in Bergisch Gladbach nicht geben.
Allen, die morgen in Bergisch Gladbach laufen und zu gucken, wünsche ich auf alle Fälle viel Spaß und gehe fest davon aus, dass ich 2019 wieder am Start bin und eine neue Serie von Stadtlaufteilnahmen aufstelle :)
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geschrieben um 16:06 Uhr von izoy
Rubrik: Sport, Laufen

Mittwoch, 25.04.2018
Kirschblütenlauf
(Zeit: 45:46)
Dieses Jahr gibt es ein mittelschweres Erdbeben in meiner Laufkarriere: erstmals seit 17 Jahren kann ich nämlich nicht beim Stadtlauf in Bergisch Gladbach mitlaufen. Der Grund ist wegen der langen Reise natürlich deutlich besser als eine Verletzung oder ähnliches, trotzdem ist das ganze natürlich ein wenig traurig. Damit die lange Tradition nicht einfach so ausläuft, habe ich aber versucht einen einigermaßen angemessen Ersatzlauf zu finden. Und das habe ich auch geschafft. Am 22. April startete der 10 km lange Kirschblütenlauf in Bergisch Gladbach Refrath. In zwei Runden ging es durch den Bergisch Gladbacher Stadtteil bis zur Saalermühle, wo ich an meine alten Handballzeiten beim TV Refrath erinnert wurde. Das Wetter war insgesamt sehr durchwachsen. Beim vorangehenden fünf Kilometerlauf gab es einen starken Wolkenbruch, beim Start von unserem Lauf war es aber wieder trocken.Nach der ersten Runde fing es dann aber auch an zu tröpfeln und später auch zu regnen. Der Regen war aber eine willkommene und notwendige Erfrischung, da ich insgesamt schon deutlich über meinem Limit lief (was man auch am angestrengten Gesichtsausdruck sieht). Mit dieser Abkühlung von oben, konnte ich das Tempo aber relativ konstant bis ins Ziel halten und war so mit einer Zeit von 45 Minuten und 46 Sekunden sehr zufrieden.Die fehlenden Trainingskilometer machten sich dann in den nächsten Tagen allerdings bemerkbar...
Insgesmat war der Kirschblütenlauf eine gelungene Veranstaltung, die Strecke schön flach und an einer Ecke gab es auch gute Unterstützung von einer Trommelband. Ansonsten war der Zuschauerandrag auf Grund des durchwachsenen Wetters aber eher bescheiden...Eine Urkunde gab es natürlich auch. Hier zu sehen in einer von Björn leicht gepimpten Version :)
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geschrieben um 18:39 Uhr von izoy
Rubrik: Sport, Laufen

Samstag, 18.11.2017
Sektlauf 2017
(Zeit: 1:09:28)
Auch in diesem Jahr bin ich wieder beim Sektlauf in Bad Gandersheim mitgelaufen. Es war der erste und bestimmt nicht der letzte gemeinsame Lauf mit meiner Frau. Von Start bis Ziel sind wir zusammen gelaufen und haben insgesamt eine gute Pace unter 6 Minuten hin bekommen. Damit waren wir beide sehr zufrieden.Obwohl Regen angekündigt war, konnten wir die drei Runden ohne Abkühlung von oben gut überstehen. Insgesamt sind wir auch eher locker gelaufen - für Mel wurde es nur am Ende anstrengend, aber dann haben wir nochmal gut dran gezogen um genau unter der Marke von einer Stunde zehn zu bleiben. Mario war zu dieser Zeit schon lange im Ziel. Nach einem wärmendem Tee ging es dann wieder zurück nach Hause. Bei der Siegerehrung war nicht nur klar, dass Mel mit ihrer Zeit wieder unter die Top 3 ihrer Klasse gelaufen ist und auch bei ihrer zweiten Teilnahme einen Sekt gewonnen hatte, sondern es wurde auch verkündet, dass der Lauf zukünftig Walter-Steinhoff-Gedächtnislauf heißen wird. Eine schöne Überraschung. Im nächsten Jahr werden nicht mitlaufen, aber ein Jahr später sind wir hoffentlich wieder am Start.
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geschrieben um 17:35 Uhr von izoy
Rubrik: Sport, Laufen

Samstag, 09.09.2017
Stadtlauf 2017
(Zeit: 43:09)
Bei der diesjährigen Teilnahme beim Stadtlauf war das eigentliche Ziel nochmal eine richtig gute Zeit zu laufen. Auf Grund fehlender Grundlagenausdauer und mentaler Frische hat das aber nur bedingt gut geklappt: die persönlich beste Zeit in der Altersklasse M35 ist es zumindest geworden. Bei der ersten Teilnahme in der Altersklasse natürlich nur eine mittelprächtige Leistung. Insgesamt sind 43:09 Minuten natürlich auch eine gute Zeit mit der ich insgesamt auch zufrieden bin.Das Wetter an diesem Abend zeichnete sich durch eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit mit Bindfäden aus, so geregnet hat es schon lange nicht mehr. Das hatte zur Folge, dass insgesamt wenig Teilnehmer am Start waren und auch die Unterstützung vom Streckenrand weniger intensiv war als es an einem lauen Spätsommerabend gewesen wäre. Der Lauf an sich ist schnell erzählt: ich lief von einer der vorderen Startplätze los und das direkt mit einem ordentlichen Tempo. Hab dann aber ziemlich schnell gemerkt, dass das Tempo so nicht zu halten ist und dann direkt etwas reduziert. Das lief ich dann die ganze Zeit hinter zwei Jungs von der FHDW relativ konstant weiter. Ein Zielsprint war auch noch drin. Erfrischungen waren wegen des Wetters nicht notwendig. Und in die Zeitung habe ich es bei meiner 17. Teilnahme in Folge auch geschafft (hinten links). Mein Ziel nochmal eine Zeit um die 40 Minuten zu laufen, kann also weiter bestehen bleiben. Dafür muss ich dann aber nochmal richtig hart trainieren und eine super Grundlagenausdauer haben. Wie immer noch ein Dank für die gute Unterstützung vom Streckenrand - ein paar waren trotz des heftigen Regens da.
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geschrieben um 15:21 Uhr von izoy
Rubrik: Sport, Laufen

Donnerstag, 07.09.2017
Preview Stadtlauf
Morgen geht es wieder rund durch Bergisch Gladbach, der jährliche Stadtlauf startet um 19:30 Uhr und ich bin natürlich auch wieder mit dabei. Ich habe dieses Jahr sogar ganz ordentlich trainiert und muss mich auch für keinen Marathon schonen. Das heißt, ich kann Vollgas geben und mal sehen, was für eine Zeit raus kommt.
Wie in jedem Jahr freue ich mich natürlich über jeden, der mich anfeuert - auch wenn das Wetter morgen keine wirklichen Argumente zum Zuschauen liefert. Fürs Laufen bedeutet der Regen natürlich eine willkommene kontinuierliche Abkühlung.
Wie immer gibt es hier nach dem Lauf wieder einen Erlebnisbericht.
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geschrieben um 21:25 Uhr von izoy
Rubrik: Sport, Laufen

Freitag, 24.03.2017
Königsforst Halbmarathon
(Zeit: 1:50:51)
Relativ kurzfristig habe ich mich mit Mario im Februar entschieden, beim Königsforst Halbmarathon teilzunehmen. So richtig im Training war ich nicht, aber bis zum Lauf waren es ja auch noch fünf Wochen. In denen habe ich dann ein wenig trainiert und am 19. März haben wir uns dann auf den Weg nach Bensberg gemacht. Die Ausgabe der Startnummern verlief reibungslos. Das Maskottchen des diesjährigen Laufes, einen Uhu, haben wir auch noch gesehen. Um kurz vor 11sind wir dann in den Startblock. Weil es so viele Nachmeldungen gab, verzögerte sich der Start um 10 Minuten. Um 11:10 Uhr ging es dann mit 1200 Mitläufern auf die Strecke. Das Wetter spielte auch mit: nicht zu warm, nicht zu kalt und trocken - perfekt. Nach einem Kilometer durchs Wohngebiet ging es unter der A4 durch in den Wald. Wir liefen einen 5:15 Schnitt, den wir um es vorweg zu nehmen auch bis ins Ziel hielten. Vorbei an der welligen Bundesstraße nach Forsbach kamen wir gut voran. Ab Forsbach ging es bis zur Kölner Stadtgrenze stetig bergab. Nach dem zweiten Verpflegungspunkt ging es zur höchsten Erhebung Kölns - dem Monte Trodelöh. Bei Kilometer 12 war eine kleine Wende zu laufen, das Läuferfeld war hierbei wie die ganze Zeit gut geschlossen. Ab Kilometer 16 ging es wieder zurück Richtung Bensberg. Und das zwar nicht steil aber stetig bergauf. Jetzt merkte ich auch meine Trainingsdefizite... Kämpfen geht aber immer, deshalb liegen wir konstant weiter. Als es dann wieder unter der Autobahn durch zum Ziel ging war ich aber doch ziemlich froh. Das Ziel erreichten wir nach einer Stunde, 50 Minuten und 51 Sekunden (Mario sogar eine Sekunde schneller). Für die Vorbereitung ein Topergebnis und immer hin meine zweitschnellste Zeit bei einem Halbmarathon.
Mit der Straßenbahn ging es wieder zurück nach Köln, wo wir uns bei isotonischen Getränken noch das Spitzenspiel der 4. Kreisklasse ansahen.
Der Muskelkater war dann auch nur halb so schlimm wie erwartet...
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geschrieben um 17:02 Uhr von izoy
Rubrik: Sport, Laufen

Freitag, 25.11.2016
Sektlauf Bad Gandersheim
(Zeit: 54:14)
Im Leben hätte ich nicht gedacht, dass nach dem Marathon in Köln noch ein großer sportlicher Erfolg in 2016 auf mich warten würde. Aber es kommt ja häufig anders als man denkt: und so habe ich am 19.11.2016 tatsächlich das erste Mal in meiner bisherigen Laufkarriere den ersten Platz in meiner Altersklasse (Senioren M30) belegt. Sensationell!Gut, es gab auch nur einen Gegner, aber den zu schlagen war ein harter Kampf. Entschieden wurde dieser Kampf nicht nur auf der Strecke sondern auch vorher, denn ich hatte schon vor dem Start nach geschaut, wie viele Teilnehmer es in meiner Altersklasse gab: in der Starterliste standen zwei andere: Startnummer 22 und 105. Auf der Strecke bekam ich von meinen reichlich vertretenen Fans dann schon zu Beginn der zweiten von drei Runden die Info, dass Nr. 22 nur kurz vor mir lief. Der andere Starter war nicht zu sehen. Nr. 22 lief konstant 100 m vor mir. Auf den letzten drei Kilometer erhöhte ich dann mein Tempo und konnte ihn tatsächlich noch einholen. Er hatte bei Kilometer 11 dann auch einen Einbruch und ich konnte nach 12 km als Erster meiner Altersklasse ins Ziel laufen und wurde von begeisterten Fans gefeiert :) Wenn ich nicht gewusst hätte, dass die Nr. 22 in meiner Altersklasse gewesen wäre, wäre ich das Rennen eher ohne Tempoerhöhung locker zu Ende gelaufen. Auch ein Sieg der informatorischen Vorbereitung also......).Bei der Siegerehrung habe ich dann auch noch eine große Flasche Sekt und natürlich die Urkunde für den ersten Platz bekommen :)
Abgesehen von diesem tollen Erfolg war der Lauf auch gut. Die drei Runden durch den Seepark bin ich jetzt zum zweiten mal mitgelaufen. Im letzten Jahr muss man sagen, war die sportliche Konkurrenz schon größer. Nach dem langen Urlaub in Argentinien war die Kondition vom Marathon schon ein wenig weg, weil ich gesundheitlich auch ein bisschen angeschlagen war, lief ich eine Zeit, die immer hin ein bisschen schneller war als im letzten Jahr. Es ist aber noch Luft nach oben... Mal sehen, ob ich nächstes Jahr wieder mit laufe. Aus Mels Familie wollen auf jeden Fall wohl alle mit laufen (dieses Jahr waren wieder alle als Fans dabei
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geschrieben um 01:01 Uhr von izoy
Rubrik: Sport, Laufen

Montag, 14.11.2016
Handballsaison 2016/17
Ab dieser Saison bin ich in der neu gegründeten 5. Herren der Lok aktiv. Mit dem ganzen Training für den Marathon, war das auch die richtige Entscheidung :)
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geschrieben um 20:07 Uhr von izoy
Rubrik: Sport, Handball

Freitag, 07.10.2016
Köln Marathon
(Zeit: 3:33:09)
Meine dritte Marathonteilnahme habe ich so intensiv vorbereitet, wie zuvor noch keine (siehe Bericht). Es lag sicherlich an der höheren Erfahrung (die kommt ja mit dem Alter) aber auch an den gesetzten Zielen. Da ich wusste, dass ich so gut vorbereitet war und bis dahin auch alles so gut geklappt hatte, war ich vor dem Lauf fast gar nicht nervös. Die Nacht zuvor konnte ich ganz normal schlafen, aufstehen, kleines Frühstück, fertig machen und dann mit der Straßenbahn nach Deutz. Alles ganz entspannt.
In Deutz konnte ich dann noch meine alten Kontakte nutzen. Anstatt eine Ewigkeit auf ein Dixiklo zu warten, bin ich schnell in meine alte WG auf Toilette - praktisch. So konnte ich dann ganz locker in den blauen Startblock und die verbleibende Zeit bis zum Startschuss warten. Bevor es los ging, gab es noch eine Banane und die neue Köln-Marathon-Hymne "Spitze vum Dom" von Björn Heuser wurde auf der Dicken Berta der Blauen Funken präsentiert. Mit einer kleinen Verspätung startete dann der rote Block vor uns, vier Minuten später waren dann wir dran und es ging auf die Strecke. Los geht's auf die 42.195 Meter lange Tour durch Kölle. Die ersten Meter liefen gut. Das Feld wurde durch ein Gatter geführt, groß überholen war nicht möglich, aber auch nicht nötig, es war ein gutes Starttempo. Hoch auf die Deutzer Brücker mit dem Blick auf den Kölner Dom ab zum ersten Ausflug in ein Veedel. Entlang am Rhein ging es bis Bayenthal. Auf der Rheinuferstraße kam uns dann auch schon die Spitzengruppe aus Kenia entgegen und erhielt schon an dieser Stelle verdienten Applaus vom Läuferfeld. Beim Wendepunkt waren die ersten fünf Kilometer geschafft. Zwischenzeit 26 Minuten - genau im Plan. Zurück Richtung Innenstand durch die Severinsstraße und zum Neumarkt. Hier wurden die Reihen der Fans bis zum Rudolfplatz auch schon deutlich dichter und man sah noch die letzten Teilnehmer vom Halbmarathon, die kurz vor dem Ziel waren.
Hier merkte ich auch, dass ich mittlerweile ein bisschen schneller lief, als das eigentliche Zieltempo - ging aber gut. Über Kyffhäuser, Dassel- und Bachemerstraße liefen wir dann, begleitet von Viva Colonia gespielt von der Kapelle der Blauen Funken, zur Universitätsstraße. Von da ging es in mein Veedel nach Sülz. Sülzburgstraße natürlich mit kleinen Kindern abklatschen (so wie es in der Liebeserklärung an den Köln Marathon im Kölner Stadtanzeiger stand). Hier standen auch die meisten "bekannten" Fans, die mich anfeuerten. Neben den bekannten gibt es natürlich noch ganz viele, die den Namen auf der Startnummer lesen können und einen so motivieren. Und ganz, ganz viele, die einfach nur Klatschen und Anfeuern. Die Stimmung ist auf jeden Fall super und trägt einen immer weiter. Vielen Dank an alle!
Bei Kilometer 15 war ich dann schon 1 1/2 Minuten schneller als geplant - aber immer noch gut unterwegs. Wie viele kleine Momente beim Marathon in Köln pushte dann ein Erlebnis im Tunnel auf der Universitätsstraße, als einer laut "Zicke zacke zicke zacke" rief und der ganze Tunnel mit entsprechendem Echo "hoi hoi hoi" antwortete. Schönes Gemeinschaftsgefühl. Bei der dritten Veedelsrunde nach Lindenthal wurde es dann bei Kilometer 18/19 irgendwie anstrengend. Eine kleine Schwächephase, die aber glücklicherweise nicht lange anhielt und auch eher psychisch als physisch war. In den Zeiten spiegelt sie sich nämlich nur marginal wieder. Spätestens als die lange Aachenerstraße vorbei war und man wieder die Stimmung auf den Ringen aufsaugen konnte und natürlich mit dem Überlaufen der Halbmarathondistanz war ich mental wieder top fit. Die Zeit für die erste Hälfte: 1:47:20. Mein erster Gedanke beim Blick auf die Uhr, wenn ich die zweite Hälfte jetzt schneller laufe, wird das eine echt gute Zeit. Und von da an war das Ziel im Kopf, die zweite Hälfte muss schneller werden als die erste.
Der Abstecher nach Ehrenfeld verlief dann auch gut. Auf der inneren Kanalstraße gab es dann wieder eine Verpflegung, bei der ich dann auch eine halbe Banane aß und Wasser trank. Beides im Weiterlaufen - einen Stop gab es während der gesamten Strecke nicht. War auch völlig in Ordnung so. Ab Kilometer 26 sah ich auch konsequent den fünf Minuten/km-Schnitt auf meiner Uhr. Bei jedem Kilometerschild stand etwa die 2 oder die 7 am Ende der Minutenanzeige. Der letzte Veedels-Abstecher nach Nippes hört sich in der Theorie immer böse an und ist auch in der Praxis anstregend. Rund zwölf Kilometer ist die Runde, die man vom Ebertplatz aus laufen muss. Aber trotz der teilweise eintönigen und langen Strecken hatte ich hier keine Probleme. Konstant im fünf Minuten-Schnitt ging es von Kilometerschild zu Kilometerschild. Bei Kilometer 30 gab es dann in ohrenbetäubender Lautstärke "Hyper, hyper" von Scooter - herzlich Willkommen in Nippes. Bei Kilometer 32 fuhr gerade die Linie 13 über die Hochbrücke, in der Mel saß und zu Kilometer 35 fuhr (gesehen hat aber nur sie mich...). Im Kopf war ich hier auch kurz am überschlagen, ob es noch möglich wäre, die Zeit unter 3:30 zu halten. Die Überlegung hab ich aber schnell ad acta gelegt, dafür hätte ich jeden kommenden Kilometer 20 Sekunden schneller laufen müssen - insbesondere wenn man rückblickend die letzten schweren Kilometer betrachtet, ein Ding der Unmöglichkeit. Ich entschied mich auch schnell, das Ziel nicht zu verfolgen und eher "entspannt" beziehungsweise besser gesagt konstant zu Ende zu laufen.
Nach dem wohl unschönsten Kilometer über die Friedrich-Karl-Straße und der Spitzkehre über den Tunnel der Amsterdamerstraße war man quasi auf dem Heimweg. Ab hier sind abgesehen von der Runde über die Ringe keine Umwege mehr zu bewältigen - nur noch lockere acht Kilometer bis zum Dom. Mit der letzten Bananenstärkung und der Anfeuerung "Nur noch eine Runde um den Decksteinerweiher" ging ich die finalen Kilometer an. Allerdings wehte auf der Amsterdamer ein unangenehmer Gegenwind. Bisher war das Wetter ganz annehmbar gewesen, 16 Grad und nur ab und zu ein wenig Sprühregen. Aber auch wegen dem Gegenwind spürte ich die Anstrengung jetzt schon. Und zurück am Ebertplatz war ich auch schon ordentlich gezeichnet und das Halten des Tempos nur noch Willensstärke. Aber kämpfen kann ich und ab hier waren es auch nur noch vier Kilometer - einmal die ganzen Ringe runter. Das kann schon lang werden, insbesondere wenn sich zeigt, dass Red Bull keine Flügel verleiht sondern nur dafür sorgt, dass die Straße so sehr klebt, dass man fast nicht mehr vom Fleck kommt. Ab Kilometer 40 lief ich nur noch in Trance - es ging wieder besser, was man auch an der guten Zeit für die letzten beiden Kilometer sieht, aber so richtig da war ich nicht. Kilometer 42 war der schnellste Rennkilometer, mit einem Puls von 182 aber auch eher anstrengend. Dann hab ich aber auch die Hohe Straße hinter mir gelassen - vorbei am Dom, den ich auch nicht wahr genommen habe, ging es über den roten Teppich ins Ziel. Ich hatte den Köln Marathon in einer Traumzeit von 3 Stunden 33 Minuten und 9 Sekunden geschafft. Wahnsinn. Natürlich eine persönliche Marathonbestzeit. Und die zweite Rennhälfte war auch nochmal anderthalb Minuten schneller als die erste. Ich war aber so geschafft, dass ich mich irgendwie gar nicht so richtig freuen konnte. Mel war auch in der Zielnähe und gab mir erstmal meine Jacke und dann schwankte ich eher als zu gehen in Richtung Verpflegungsständen. Nach dem Umhängen der Medaille gab es zuerst fünf Apfelsaftschorlen auf Ex. Cola, Brühe, Corny. Und sitzen - eine Wohltat. Wobei auch beim Sitzen alles weh tat...
Mit der Straßenbahn ging es nach Hause und unter die Dusche und auf die Couch - schön ausruhen. Den Tag der Deutschen Einheit konnte ich auch zum relaxen nutzen und auf Grund der guten Vorbereitung war es auch nicht so schlimm wie befürchtet. Die richtige Freude über das Ergebnis, das alle Erwartungen vom Training mehr als erfüllt hat, kam dann jetzt erst so richtig in den Tagen danach, insbesondere wenn ich mit dem Fahrrad auf Teilen der Strecke unterwegs bin und daran denke, wie ich über die blaue Linie gelaufen bin und wie gut das alles geklappt hat. Und dass es überhaupt geklappt hat und dass es jetzt vorbei ist :)
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geschrieben um 20:47 Uhr von izoy
Rubrik: Sport, Laufen

Sonntag, 02.10.2016
Geschafft
(Zeit: 3:33:09)
Geschafft und geschafft. Mit einer Superzeit von 3 Stunden, 33 Minuten und 9 Sekunden bin ich ins Ziel gekommen. Die zweite Hälfte bin ich schneller gelaufen als die erste und auch insgesamt sehr konstant. Aber schon am Limit...
Da ist die Medaille :)
Jetzt erhole ich mich erstmal... Mehr Infos und Bilder folgen. Danke für die tolle Unterstützung am Streckenrand! Das hat ordentlich gepushed.
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geschrieben um 16:32 Uhr von izoy
Rubrik: Sport, Laufen
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